Für einen nachhaltigen und ökologischen Weinbau.

Der Umwelt zuliebe. PIWIS.

Die größte Herausforderung im Weinbau und besonders im Bio-Weinbau ist der Pflanzenschutz. Konventionelle Rebsorten werden von den zwei gefährlichsten Schadpilzen, den Echten und den Falschen Mehltau, bedroht. PIWIs hingegen haben eine Pilzresistenz. In der Steiermark fühlt sich leider der falsche Mehltaupilz durch viele Niederschläge besonders wohl. Ohne entsprechende Behandlung kann das in den Weingärten sogar bis zum Totalausfall führen.

 

Beim traditionellen Weinbau schützt man die Reben durch intensiven Einsatz von Pflanzenschutzmittel gegen Pilzbefall. Aber auch der biologische Weinbau ist noch immer in kleinerem Ausmaß auf Behandlungen mit Kupfer und Schwefel angewiesen.

 

Im Bio-Weinbau verzichten wir ganz bewusst auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Wir versuchen die Pilze mit geringen Mengen von Kupfer und Schwefel abzuwehren. Mehrere Behandlungen sind dafür notwendig. Aber nicht immer können wir alle Trauben vor einem Befall bewahren. Ursprünglich hat man die Pilzschädlinge zusammen mit der Reblaus im 19. Jahrhundert von Nordamerika nach Europa eingeschleppt. Dadurch wurden in kürzester Zeit große Teile der europäischen Weinbaufläche zerstört.

 

Es gibt aber eine vielversprechende Alternative: Pilzwiderstandsfähige Reben (PIWIs)

Die Zukunft: PIWIs

 

= Pilzwiderstandsfähige Reben

 

Seit 2011 sind durch den zusätzlichen Anbau von PIWI-Reben unsere biologischen Weingärten noch ökologischer geworden. Die neuen, innovativen und hochwertigen PIWI-Sorten, wie z.B. Muscaris, Souvignier gris, Chardonel und Blütenmuskateller, weisen eine Resistenz gegen den Echten und den Falschen Mehltau auf. Dadurch können wir weitgehend auf Spritzmittel verzichten. Ein bis drei Behandlungen pro Jahr sind ausreichend. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das die nachhaltigste und biologischste Methode um Wein zu produzieren.

Der Anbau von PIWIs reduziert den ökologischen Fußabdruck

 

 

Vorteile

 

  • Der Einsatz von 80-90% weniger Spritzmittel entlastet die Umwelt
  • Der Anbau von PIWI-Reben spart Energie und Kohlendioxid-Emissionen
  • Weniger Traktorfahrten schonen die Böden
  • Neue, geschmackvolle Weine mit vielfältigen Aromen entstehen
  • Nachhaltige Bewirtschaftung trifft auf beste Weinqualität
Bio und Piwis, das ist die nachhaltigste Methode um Wein zu produzieren.

– Karl Renner, BioWeingut Renner

Entstehung von PIWIs


PIWIs sind Kreuzungen zwischen Europäer-Reben und pilzresistenten Amerikaner-Reben. Bei neuen Züchtungen können jedoch auch asiatische Arten beteiligt sein.

Die amerikanischen und asiatischen Rebsorten haben seit Millionen von Jahren eine Resistenz gegen Pilzkrankheiten entwickelt. Man kreuzt diese dann mit europäischen Edelsorten. Gut zu wissen: Die Rebsorten wurden nicht gentechnologisch verändert!

 

Der Blütenstaub der Vatersorte wird auf die Blüten der Muttersorte aufgebracht. Schließlich werden aus den Samen der Beeren dann neue Pflanzen gezogen. Erst nach langjähriger und aufwändiger Selektionsarbeit – zunächst im Glashaus und später im Freiland – wird eine neue Sorte für den Anbau zugelassen. Dieser Prozess kann zwischen 10 und 20 Jahren dauern. Das Potenzial für eine neue Weinsorte haben jedoch schlussendlich nur ca. ein bis drei Pflanzen aus 10.000 Samen einer Kreuzung.

„An Piwis führt kein Weg vorbei, wenn wir die Umwelt schonen wollen.“

– Josef Engelhart, Präsident Piwi international